AKTUELLE REISEANGEBOTE: LASTMINUTE
STÄDTEREISEN IM WEB
Lissabon - Städtereise in die Stadt der Sehnsüchte
Lissabon, die Hauptstadt Portugals und zu Hause von etwa drei Millionen Portugiesen liegt direkt am Atlantik, an der Flussmündung des Tejo. In Lissabon können Städtereisende in die mystische Welt der alten portugiesischen Seefahrer eintauchen und die Geschichte Portugals an jeder Ecke entdecken. In der Stadt sind viele alte Gebäude gut erhalten, aber auch moderne Vertreter der Architektur haben ihren Platz gefunden.
Besonders typisch für Lissabon sind die mit Kacheln verzierten Häuser. Diese oft handbemalten Kacheln oder Fliesen heißen Azulejos. Der Name kommt von der meist blauen Farbe. Viele der verzierten Häuser sind zwar in schlechtem Zustand, lassen jedoch noch den alten Glanz des ehemals reichen Portugals erkennen und hier und da findet sich auch ein gut erhaltenes "Schmuckstück".
Ein weiteres Charakteristikum Lissabons sind die nostalgischen alten Straßenbahnen, die immer noch im alten Stadtkern verkehren. Die Nummer 28 gilt als beste Alternative um die alten Stadtteile zu erkunden. Sie pendelt zwischen den Vierteln Alfama, Baixa und dem Bairro Alto.
Ebenfalls ein Muss für jede Lissabon-Städtereise ist die Fahrt mit dem berühmten Aufzug Elevador de Santa Justa. Dieser verbindet die Baixa mit dem Bairro Alto und ist bereits seit 1902 in Betrieb. Die Fahrt auf 45 Meter Höhe ist zwar recht kurz, doch oben wartet eine einmalige Aussicht auf einen. Dort gibt es auch ein kleines Café, in dem man mit Sicht auf die Dächer Lissabons und den Tejo einen Kaffee genießen kann. Auch der Elevador Gloria fährt hoch zum Bairro Alto. Der Ausgangspunkt befindet sich am Praça dos Restauradores.
Wer in Lissabon Urlaub macht, der sollte unbedingt das Bairro Alto besuchen. Das Viertel spiegelt viele typische Facetten des Alltags in Lissabon wieder.
In engen und steilen Straßen gibt es zahlreiche kleine Restaurants, in denen man die leckeren portugiesischen Fischgerichte wie Dorade und Bacalhau probieren kann. Hier, im oberen Teil der Stadt, findet man auch einige Fado-Lokale in denen die Sänger ihre "saudades" (Sehnsüchte) besingen.
Im Stadtteil Chiado befindet sich eines der berühmtesten Cafés von Lissabon - A Brasileira. Bereits seit 1905 kann man hier genüsslich eine Bica (ähnlich wie Espresso) trinken und die vielen kleinen Kuchenspezialitäten probieren. Vor dem Café wurde der portugiesische Schriftsteller Fernando Pessoa verewigt, der hier zu seinen Lebzeiten immer Kaffee trank.
Wieder in der Baixa angelangt, sollte man zum Praça do Comercio schreiten. Dieser riesige Platz befindet sich direkt am Ufer des Tejo. In seiner Mitte thront ein riesiges Reiterdenkmal
des früheren Königs José I. von Portugal. Der Platz ist an drei Seiten von pompösen Verwaltungsgebäuden umgeben, die mit hübschen Arkadengängen aufwarten. Zum Tejo hin ist der Platz offen, so dass man einen guten Blick auf die riesige Brücke 25 de Abril hat, die sehr an die Golden Gate Bridge erinnert.
Zentraler Platz Lissabons ist der Rossio, der sich ebenfalls in der Baixa befindet. Geschmückt wird der Platz von zwei französischen Bronze-Brunnen und am nördlichen Ende kann man den hübsch gestalteten Bahnhof bewundern. An diesem Platz findet man auch das berühmte Café Nicola, das im Art-Déco-Stil eingerichtet ist. Nicht weit vom Rossio liegt der Praça dos Restauradores an dem die riesige Allee Avenida da Liberdade beginnt. An ihrem Ende liegt der Parque Eduardo VII, den man sich am besten vom oberen Ende anguckt.
Hinter den Plätzen Rossio und Restauradores gibt es einige schöne Sträßchen zu erkunden, in denen viele Theater angesiedelt sind. Hier gibt es auch zahlreiche Restaurants, die auf Touristen spezialisiert sind und deren Kellner oft aufdringlich auf Touristenfang gehen. Die portugiesische Gemütlichkeit geht dadurch leider verloren.
Außerhalb des Stadtzentrums gibt es weitere Sehenswürdigkeiten Lissabons zu entdecken. Darunter auch die ehemalige Stierkampfarena Campo Pequeno, die seit der Neueröffnung 2006 einige Restaurants, Kinos und einen Supermarkt beherbergt. Das Campo Pequeno ist mit seinem maurischen Baustil sowie der roten Farbe und den türkisen Kuppeln nicht zu übersehen.
Einer der schönsten Stadtteile ist wohl Alfama, den man ebenfalls mit der antiken Straßenbahn 28 erreicht. Dieser Stadtteil liegt etwas höher und bietet daher eine gute Aussicht auf den Rest der Stadt sowie den Tejo. Die bunten Häuser in den schmalen Gassen zu durchwandern lohnt sich. Einige kleine Kirchen befinden sich hier und auch eine Burg, die hoch oben auf dem Hügel thront.
Wer gerne shoppen geht, dem bieten sich in Lissabon einige Möglichkeiten. In der Innenstadt gibt es viele Geschäfte, doch das El Dorado für Shopping-Fans sind eindeutig die größeren Einkaufszentren. Beeindruckend mit seiner einzigartigen Form ist das Amoreiras Shopping Center. Eines der größten Shopping-Center Europas ist das Centro Colombo, das mit der U-Bahn sehr gut zu erreichen ist. Im obersten Stockwerk gibt es auch ein Freizeitcenter, dass man mit Kindern besuchen kann.
Das Shopping-Center Vasco da Gama befindet sich im Parque das Naes, im ehemaligen Expo-Gelände. In den großen Shoppingmalls kann man täglich bis 24 Uhr einkaufen. Wer sich für Antiquitäten und Kuriositäten interessiert, der ist auf dem Flohmarkt Feira da Ladra (Markt der Diebin) genau richtig. Dieser findet jeden Dienstag und Samstag auf dem Campo de Santa Clara statt.
Belém
Einige Sehenswürdigkeiten hat der vornehme Stadtteil Belém zu bieten. In dem schmucken Viertel direkt am Ufer des Tejo kann man sich in kleinen Restaurants und Cafés niederlassen und die leckeren Sahnetörtchen (pasteis de nata) probieren, für die der Stadtteil bekannt ist. Im Anschluss ist eine Fahrt in einer alten Kutsche möglich, bei der sich das Viertel bequem erkunden lässt.
Nicht auslassen sollte man dabei den Torre von Belém und das Hieronymus-Kloster (Mosteiro dos Jerónimos) - beides Bauwerke des prunkvollen Manuelinik-Stils. Ebenfalls sehenwert - zumindest für einen Schnappschuss - ist das Entdeckerdenkmal von Belém.
Text: Daniela Hesse













