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Madrid - Kunst und Kultur in der spanischen Hauptstadt
Eine Städtereise nach Madrid - das bedeutet Urlaub mitten im Herzen von Spanien. Nirgendwo kann man den spanischen Alltag besser erleben als hier. Ob Tapas-Bars, Kunst oder Königsfamilie, in Madrid sind all diese Dinge zu Hause.
Vor allem Kunst- und Architekturliebhaber haben ihre Freude an Madrid. Zahlreiche berühmte Gemälde werden in renommierten Museen wie dem Museo Renia Sofía, Museo Thyssen-Bornemisza und dem Prado ausgestellt. Darunter Werke von Salvador Dalí und Picasso, wie zum Beispiel das riesige Ölgemälde "Guernica".
Im Museo Reina Sofía wird auch moderne Kunst ausgestellt, während das Museo Thyssen-Bornemisza eine der größten Privatsammlungen von Gemälden ab dem 14. Jahrhundert beherbergt. Die drei Museen befinden sich zudem alle in unmittelbarer Nähe. Wer jedoch ins Prado will, sollte Zeit mitbringen. Die Schlange ist immer ziemlich lang.
Die vielfältige Architektur Madrids ist überall sichtbar. Zahlreiche alte Gebäude sind noch gut erhalten und versetzen einen mit ihren aufwendig gestalteten Fassaden in Staunen. Die Gran Vía ist eine der wichtigsten Straßen Madrids. Wenn man auf ihr entlang schreitet, bekommt man Fassaden in allen Stilarten von Neubarock bis Art-Déco zu sehen.
Auch zum Einkaufen eignet sich die Gran Vía bestens. Fast alle Modegeschäfte sind hier mit einer Filiale vertreten. Wer Abwechslung sucht, der kann in eines der vielen großen Kinos gehen. Am Ende der Gran Vía stößt man auf den Plaza de España, der inmitten von riesigen Gebäuden liegt. Das auffälligste ist wohl das Edificio España. Aber auch der 35-Stockwerke hohe Torre de Madrid sticht heraus.
Wer das nötige Kleingeld besitzt, der kann hier in dem 4-Sterne-Nobelhotel Sofitel absteigen und mit Blick auf den Plaza de España nächtigen. Der Platz wird seit 1928 von der Statue des spanischen Schriftstellers Cervantes bewacht, zu dessen Füßen die Charaktere Don Quijote und Sancho Panza stehen.
Nicht weit vom Plaza de España befindet sich der Palast der königlichen Familie, hinter dem der wunderschöne Park Jardínes de Sabatini angelegt ist. Dieser ist der Öffentlichkeit zugänglich und bietet Ausblick auf den größten Park Madrids - Casa de Campo. Einst die Jagdgründe der königlichen Familie, bietet er heute den Madrilenen Raum für Entspannung. Den Park kann man mit einer Seilbahn überqueren.
Wenn man den Palast besichtigen möchte, sollte man etwas Geduld mitbringen, da der Besucherandrang meist sehr hoch ist. Doch auch gegenüber des Palastes gibt es was zu sehen. Dort erhebt sich die prächtige Kathedrale Almudena, in der die Hochzeit von Kronprinz Felipe und seiner Letizia stattfand.
Geht man in der Nähe des Palastes die Calle Mayor hoch gelangt man zu Madrids wichtigstem Platz. Dem Plaza Mayor. Der riesige Platz ist von allen Seiten umschlossen und die Gebäude sind mit Arkadengängen versehen. Hier kann man entspannt einen Kaffee trinken oder in Souvenirläden stöbern. In der Mitte des Platzes thront ein Reiterstandbild von Philipp III.
Hinter dem Plaza Mayor erstreckt sich das lebendige Viertel La Latina. Für Schnäppchenjäger wird es jeden Sonntag morgen interessant, wenn hier der Flohmarkt "El Rastro" zum Stöbern und Staunen einlädt. Er zieht sich vor allem auf der steilen Straße Ribera de Curtidores entlang.
Die Calle Mayor und die Calle de Alcalá treffen sich an der Puerta del Sol, dem zentralsten Platz in Madrid. Von hier aus geht es in die Fußgängerzone, deren Eingang von dem Wahrzeichen der Stadt markiert wird. Dabei handelt es sich um einen Bären, der die Früchte von einem Erdbeerbaum frisst. Das Denkmal ist ein wichtiger Treffpunkt, besonders bei Rendezvous.
Geht man von der Puerta del Sol die Alcalá runter bis zur Kreuzung mit der Gran Vía, erblickt man eines der bekanntesten Gebäude Madrids. Das Metropolis-Haus, auf dessen Dach eine Viktoria-Figur mit Flügeln thront.
Ein Stückchen weiter die Alcalá hinauf liegt der Plaza de Cibeles, in dessen Mitte ein hübscher Springbrunnen steht. Dieser wurde von Ventura Rodriguez gestaltet. An dem Platz befinden sich auch das Kulturzentrum Casa América, in dem regelmäßig neue Veranstaltungen, Ausstellungen und Events zum Thema Südamerika angeboten werden. Ebenfalls hier zu finden ist das Gebäude der Hauptpost, welches eher einem Schloss als einem Postgebäude gleicht.
Noch höher die Alcalá hinauf gelangt man schließlich zu einer weiteren Sehenswürdigkeit Madrids - dem Tor von Alcalá. In seiner Nähe befindet sich auch der berühmte Park "El Retiro", der vor allem sonntags gut besucht ist. Hier kann man spazieren, joggen, faulenzen oder eine Runde Bötchen auf dem Teich fahren.
Zum Ausgehen empfiehlt sich die Calle de las Huertas, die direkt am Paseo el Prado beginnt. Diese Straße ist für Autos gesperrt und ein beliebtes Ausgehviertel. Zahlreiche Cafés und Bars reihen sich hier aneinander und es ist für jeden Geschmack das Richtige dabei.
Madrid ist ein gutes Ziel für eine mehrtägige Städtereise. Ob Alt oder Jung - hier kommt jeder auf seine Kosten. Allerdings sollte man die heißen Sommermonate als Reisezeit vermeiden, da die Hitze dann unerträglich ist. Wegen der hügeligen Straßen kommt man sowieso schnell ins Schwitzen. Möchte man nicht so viel laufen bietet sich die Metro als gute Alternative an. Sehr empfehlenswert ist die Reise zur Weihnachtszeit, wenn Madrid überall feierlich erleuchtet ist.
Text: Daniela Hesse




