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Tokio – eine Städtereise der ganz besonderen Art
Was die Zwölf-Millionen-Stadt Tokio ausmacht, lässt sich nicht mit wenigen Worten beschreiben. Dafür gibt es einfach viel zu viele Eindrücke, die den Besucher erwarten. Jedes Viertel besitzt seine persönliche Note und wartet mit besonderen Erlebnissen auf. Eines haben jedoch alle gemeinsam: Die gleichzeitige Präsenz von Tradition und Moderne.
Bei so einer riesigen Stadt wie Tokio ist es schwer zu sagen, wo man am besten anfängt. Ein richtiges Zentrum gibt es nicht. Vielmehr besteht die Metropole aus mehreren Zentren, von denen jedes einen eigenen Schwerpunkt behandelt. Während man in Ginza vor allem Edel-Boutiquen findet, geht die Jugend Tokios gerne in Shinjuku und Shibuya shoppen. In diesen Vierteln tobt auch das Nachtleben der Stadt. Wer auf der Suche nach der neuesten japanischen Technik ist, wird in Akihabara fündig. Dort reiht sich ein Elektrogeschäft an das andere und lockt mit den günstigsten Preisen.
Bei so vielen Wahlmöglichkeiten verschafft man sich am besten erst einmal einen Überblick über Tokios Ausmaße. Dafür empfiehlt sich eine Sightseeing-Tour mit dem Touristenbus, der Station an allen interessanten Orten Tokios macht. Wer Tokio lieber vom Wasser aus erleben möchte, hat die Möglichkeit eine Bootsfahrt auf dem Sumida-gawa zu machen.
Zudem bekommt man von Tokios Aussichtsplattformen einen guten Überblick. Unweit des Shinjuku-Bahnhofs kann man den Blick auf die Millionenstadt vom 246 Meter hohen Rathaus aus genießen. Der Ausblick von der Aussichtsplattform des markanten Gebäudes, das mit seinen zwei Türmen nicht zu verwechseln ist, reicht bei gutem Wetter sogar bis zum Fuji. Auch von Tokios höchsten Punkt, dem 333 Meter hohen Tôkyô Tower im Shiba-Park hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Darüber hinaus lockt der Turm mit einem Wachsmuseum und einem Aquarium.
Was das Reisedatum betrifft, empfiehlt es sich die Städtereise im Frühling oder Herbst zu unternehmen, da Tokio in diesen Jahreszeiten am schönsten ist. Im Frühling blühen die Kirschbäume und überdecken die Parks mit einem Hauch Rosa. Die Sommermonate sind als Reisezeit eher ungeeignet, da das Wetter dann drückend heiß und schwül ist. Die meisten Tokioter flüchten sich in dieser Zeit in die klimatisierten Kaufhäuser und Vergnügunsstätten.
Im Frühsommer finden die drei größten Schreinfeste Tokios statt. Beim Kanda-matsuri, Sanja-matsuri und Sannô-matsuri führen bunte Züge mit Tagesschreinen, Musik und Tanz durch die Straßen. Die Feste starten jeweils am Asakusa-Schrein oder am Hie-Schrein. Das Kanda-matsuri findet nur in ungeraden Jahren statt. Auch außerhalb der Festzeiten lohnt sich der Besuch der Schreine, um einen Einblick in die shintoistische Kultur der Japaner zu bekommen.
In so einer hektischen Großstadt wie Tokio dürfen grüne Ruheoasen natürlich nicht fehlen. Einer der bekanntesten und größten Parks ist der Ueno-Park. In diesem befinden sich neben Grünflächen auchein Theater, Museen, Restaurants und ein Zoo. Der Yoyogi-Park in der Nähe des Harajuku-Bahnhofs ist ebenfalls ein beliebter Treffpunkt für Erholungssuchende.
Ein besonderes Erlebnis in Tokio ist der Besuch des Tsukiji-Fischmarktes. Um die alltägliche Thunfisch-Auktion zu sehen, muss man zwar früh aufstehen, doch es lohnt sich. Danach kann man in den Garküchen die leckeren Fischspezialitäten probieren. Abseits des Fischmarktes besteht ebenfalls die Möglichkeit japanische Delikatessen zu probieren. Schließlich zählt Tokio über 50.000 Restaurants mit japanischer und internationaler Küche.
Wer eine Städtereise in die japanische Hauptstadt unternimmt, sollte sich einige Tage Zeit nehmen um die riesige Metropole kennenzulernen. Im Anschluss daran kann man Ausflüge in die Umgebung machen, zum Beispiel nach Yokohama, Kamakura oder Nikkô.
Text: Daniela Hesse



